Ich habe ausführlich verschiedene Formen der Selbsthilfe dargestellt, wobei ich dem Ernährungsaufbau eine besondere Bedeutung zumesse.
Viele Betroffene kommen mit diesem Ernährungsaufbau sehr gut zurecht. Die Beschwerden lassen nach. Doch nicht alle Beschwerden lassen sich durch eine Ernährungsumstellung alleine beseitigen. Gerade bei ausgeprägten Beschwerden reicht dies nicht und gleichzeitig fühlt man sich oft in Ernährungsfragen verunsichert. Viele Menschen haben schlechte Erfahrung mit guten Ratschlägen gemacht.
Kurz: Manchmal benötigt man mehr an Therapie. Nicht die Ernährung oder einzelne Medikamente sind nötig sondern ein komplettes, geleitetes Behandlungsprogramm. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von multimodaler (multi=viele, Modus=Art und Weise) Therapie.
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Blick in Behandlungskabine |
Wie bereits dargestellt, zielt die Therapie vor allem auf die Überwindung der erhöhten Sensibilität des Magen-Darm-Traktes.
Eine anfänglich "sanfte" Ernährung ist dabei wieder ein unabdingbarer Teil der Therapie. Doch viele weitere Schritte können nötig sein, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.
Wir haben dazu eine Programm entwickelt, durch das wir unsere Patienten Schritt-für-Schritt hindurchführen. Es beginnt mit einer engmaschigen Therapie: Die ersten 2-3 Wochen behandeln wir - je nach Beschwerdebild - so häufig wie möglich, oft täglich.
Meist gelingt es, die Beschwerden durch die multimodale Therapie bereits in den ersten Wochen zu bessern. Ist dies erreicht, erweitern sich die Behandlungsabstände rasch. Unser Ziel ist dann, die Selbsthilfe zu betonen und so zu größerer Selbstständigkeit und inneren Sicherheit beizutragen.
Für Patienten, die weiter entfernt wohnen, bieten wir eine 2-3wöchige Intensivtherapie an. Hier kann man in Appartements in unmittelbarer Nähe der Praxisklinik wohnen. Zweimal täglich führen wir 2-3stündige Behandlungszyklen durch. Selbstverständlich führen wir detailliert in die Ernährungsumstellung ein. Wir haben auch eine keine Patientenküche. Die Schonkost ist dort vorbereitet und man kann die Suppen dann bei uns zu sich nehmen. Schmeckt recht gut!
Im Anschluss schulen wir unsere Patienten in Selbsthilfe und weiteren Therapieverfahren, die dann zu Hause durchgeführt werden können. Mit dieser Verfahrensweise haben wie - nicht nur bei Reizdarm - ausgezeichnete Behandlungsergebnisse.
Wenn Sie gerne einen Termin für eine Untersuchung oder Beratung ausmachen möchten, können Sie uns gerne anrufen oder einen Terminanfrage an uns schicken. Alle Fragen zu möglichen Kosten und Krankenkassen finden Sie hier.