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Risikofaktoren

An erster Stelle ist die Anwesenheit des Pilzes im Magen-Darm-Trakt zu nennen. Von dort hat er es nicht weit, bis in die Scheide zu wandern. Alle erwähnten Risikofaktoren (Süßigkeiten, Antibiotika usw.), die für Pilzerkrankungen des Verdauungskanals gelten, erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, einen Scheidenpilz zu bekommen. Eine falsche Reinigungstechnik nach dem Stuhlgang, kann die Infektionsgefahr noch steigern: Wischen Sie stets mit dem Toilettenpapier nach hinten, nie nach vorne in Richtung Scheide!

 

Während der Schwangerschaft (besonders im letzten Drittel) ist jede Frau vermehrt gefährdet. Dies liegt am erhöhten Östrogenspiegel und an der nährstoffreicheren Scheidenumgebung.

 

Auch durch die Pille (Ovulationshemmer) wird solch ein "Schwangerschaftseffekt" erzeugt. Besonders gilt dies für Präparate mit hohem Östrogengehalt.

 

Antibiotika vernichten die normalen, nützlichen Scheidenbewohner. Immer dann, wenn Antibiotika als Tabletten oder als Scheidenzäpfchen oder -salbe angewendet werden, steigt also das Risiko einer Pilzerkrankung erheblich an.

 

Enge und luftdichte Kleidung (Nylonunterwäsche, Strumpfhosen, Slipeinlagen aus Plastik) erhöht Temperatur und Feuchtigkeit, Voraussetzungen für das Pilzwachstum.

 

Auch der häufige Gebrauch von Deosprays kann die Anfälligkeit steigern, da diese Substanzen die Schleimhaut reizen.

 

Ein Teil der Frauen, die einmal unter einem Scheidenpilz litten, wird diesen nicht dauerhaft los. Er nistet sich ein und wartet auf günstige Zeiten. In dieser Phase bestehen auch keinerlei Beschwerden. Wenn sich der Pilz dann vermehrt, denken viele Frauen , sie hätten sich erneut angesteckt. Dies ist meist nicht der Fall, es ist immer noch der gleiche Pilzstamm, der sie vor einiger Zeit befallen hat.

 

Wie auch bei anderen Arten von Pilzerkrankungen führt jede Schwächung des Immunsystems (z.B. Krankheiten) auch zu einem erhöhten Pilzrisiko.