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Risikofakoren für Dünndarmpilze

Dünndarmzotten dienen der Oberflächenvergrößerung

In der Abbildung ist ein Teil einer Darmfalte vergrößert dargestellt. Sie können darauf zahlreiche Ausstülpungen, sog. Darmzotten, erkennen. Jede einzelne Schleimhautzelle hat hunderte von kleinen Ausstülpungen auf der Oberfläche. Diese sogenannten Mikrovilli bilden den feinen Bürstensaum. Hier erfolgt die eigentliche Aufnahme der Nährstoffe, die dann von den in der Tiefe der Zotten liegenden Blut- und Lymphgefäße weitertransportiert werden.

 

Die einzigartige Konstruktion des Dünndarmes macht ihn leider auch in erhöhtem Maße für die Pilzbesiedelung anfällig. Das System der Zotten und dazwischenliegenden Vertiefungen ("Krypten") ist ein Ort, an dem sich Pilze hervorragend ansiedeln können. Sie finden hier zahllose Taschen und Nischen, die sie für ihr ungestörtes Wachstum benötigen. - Vorraussetzung hierfür ist allerdings, daß die aufgelagerte Barriere der normalen Darmbewohner gestört ist.

 

Wie Sie nun schon mehrfach gelesen haben, werden zahllose Candida-Arten jeden Tag von uns aufgenommen. Diese besiedeln die Darmschleimhaut, wenn die Bedingungen dafür günstig sind. Die wesentlichen Risikofaktoren haben Sie bereits kennengelernt. Sie sollen nun noch einmal zusammengefaßt werden:


Risikofaktoren für Pilze im Magen-Darm-Trakt

· Hoher Zuckerkonsum

 

· Geringer Verzehr von Fasern. Alle Ballaststoffe wirken wie eine "Bürste", die den Raum zwischen den Darmzotten reinigt. So können sich die Pilze nicht festhalten.

 

· Verschiebung des ökologischen Milieus im Darm, z.B. durch Antibiotika. Im Darm befinden sich mehrere Billionen Bakterien, die zu etwa 400 Arten gehören. Jeder Mensch hat dabei seine "persönlichen" Bakterienstämme. Sie erzeugen ein Klima, das einem Pilzwachstum entgegenwirkt. Pilze müssen sich also erst einmal gegen die "einheimischen" Bakterien durchsetzen, bevor sie eine echte Vermehrungschance haben. Antibiotika schädigen diese normalen Darmbewohner und schaffen damit den Raum, den Pilze dann ausfüllen können.

 

· Schädigung der Darmschleimhaut (Entzündung, Verletzung, Operationen, Bestrahlung, Durchblutungsstörung)

 

· Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

 

· Mangelernährung

 

· Immunschwäche (Krebs, Blutbildveränderung, AIDS)

 

· Kindheit, Greisenalter

 

· Medikamente (Kortison, Chemotherapie, Magenmittel, Hormone)

 

· Reduzierter Allgemeinzustand