Header


Suche

 

Haarpilze

Im Bereich von Kopfhaut und Bartregion gibt es für Pilze unzählige Möglichkeiten, entlang der Haarschafte in die Haut einzudringen. Viele Mikroorganismen nutzen die Gelegenheit, um sich dort anzusiedeln. Es würde den Rahmen dieses Buches sprengen, alle Varianten dieser Infektion darzustellen. Die häufigsten Erkrankungen möchte ich dennoch kurz nennen.


Mikrosporie

Die Mikrosporie ist eine hochansteckende Krankheit, die fast ausschließlich Kinder vor der Pubertät befällt. Die Haare brechen 2-3 mm oberhalb der Kopfhaut ab und hinterlassen den Eindruck einer "abgemähten Wiese", die gleichzeitig wie mit Mehl bestäubt aussieht. Die Erkrankung ist leider hochansteckend und kann zu einem Problem in Kindergärten, Heimen oder Schulen werden.

 

Wie kommt es eigentlich zur Ansteckung? Der Infektionsweg ist unterschiedlich. Doch häufig werden Mikrosporen vom Tier auf den Menschen übertragen. Haustiere (Hund, Katze), Kuscheltiere (Hamster, Meerschweinchen) und auch Großtiere (Kälber) kommen als Infektionsquelle in Frage.

 


Mikrosporum canis

Mikrosporum canis

Es gibt für diese hartnäckige Erkrankung einen eleganten Nachweis. Wenn man den Kopf mit einer fluoreszierenden Lampe beleuchtet, dann leuchten bei den meisten Mikrosporen-Arten die befallenen Stellen grün auf.

 

Ohne Therapie heilt die Erkrankung in der Pubertät alleine aus. Solange braucht man aber nicht warten. Man kann die Haare abrasieren und äußerlich mit einem der erwähnten Mittel behandeln oder auch Tabletten (Griseofulvin) geben. Die letzte Therapie wirkt zuverlässig. Die Behandlung sollte allerdings gut abgewogen und nur von einem Spezialisten (z.B. Hautarzt) durchgeführt werden.

 


Trichophytie

Trichophytie

Wesentlich tiefer als die bisher beschriebenen Infektionen geht die Trichophytie. Hier kann die Haut bis in die Tiefe befallen werden und es zeigen sich eitrige Geschwüre. Wenn diese offenen Stellen dann noch bakteriell besiedelt werden, kommt es zu sehr eindrucksvollen, schweren Krankheitsbildern.

 

Die Trichophytie ist nicht auf die Kopfhaut beschränkt. Genauso kann auch der Bart bei Mann betroffen sein.

 

Wie bei der Mikrosporie geht die Infektion meist von Tieren aus, so daß Landwirte häufig betroffen sind. Die Therapie erfolgt wie bei der Mikrosporie.

(Bildquelle: www.bium.univ-paris5.fr/sfhd/img/gd/image10g.jpg)