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Ursache

Die zentrale Ursache für Beschwerden ist erneut eine vermehrte Durchlässigkeit der Kapillarwand für Eiweiß. Es besteht hier also eine Ähnlichkeit zum Lipödem. Durch den Austritt von Eiweiß und Flüssigkeit ins Bindegewebe kommt es zu einem Mangel an Flüssigkeit im Blutgefäßsystem.

 

Der Körper registriert darauf prompt. Er produziert eine ganze Reihe von Hormonen (Renin, Angiotensin, Aldosteron, ADH), die alle den gleichen Effekt haben, sie halten Körperwasser und Kochsalz zurück, vermindern also die Ausscheidung. Gleichzeitig empfindet man Durst und trinkt mehr.

 

So wird der Flüssigkeitsverlust im Blutkreislauf zwar wieder ausgeglichen. Im Gewebe liegt jedoch ein eiweißreiches Ödem, das vom Lymphgefäßsystem nicht ausreichend abtransportiert werden kann.

 

Es liegt auf der Hand, dass die weiblichen Sexualhormone eine Rolle spielen. Doch welche? Entscheidend sind die Östrogene bzw. das Verhältnis von Östrogenen zu Gestagenen (Gelbkörperhormon z.B. Progesteron).

 

Östrogene wirken in mehrerer Hinsicht auch auf den Wasserhaushalt. Sie erhöhen die zirkulierende Wassermenge, schwächen die Pumpfunktion der Lymphgefäße und erhöhen den Blutspiegel einiger Hormone, die Wasser zurückhalten (Renin, Angiotensin, Aldosteron).

 

Östrogene sind also eine wesentliche Teilursache der Symptomatik. Allerdings sind sie nicht die Alleinschuldigen. Wie die vermehrte Durchlässigkeit der Kapillaren zustande kommt, ist letztlich nicht geklärt.


Vermehrter Einstrom von Wasser ins Bindegewebe