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Bewegung


Dieser Film ist eine Ergänzung zum dem Buch "Lipödem", Südwest-Verlag


Training

Je kräftiger der Muskel, desto dünner das darüber liegende Fettgewebe.

Neben den bisher erwähnte Methoden, die durch Massage, Kompression bzw. Unterdruck das Ödem mobilisieren, sind Trainingsmaßnahmen die zweite große Säule einer umfassenden Therapie. Körperliches Training und Muskelaufbau ist bei Lipödem und Zellulitis nicht nur einfach gesund, es wirkt als hochspezifisches Therapieverfahren.
Das verdickte Unterhautfettgewebe ist vom Muskel nur durch eine dünne Faszie (=Hüllschicht der Muskeln) getrennt. Nimmt die Durchblutung der Muskeln zu, hat das auch Auswirkung auf den Blutstrom im Fettgewebe. Je besser die Muskeldurchblutung, desto besser wird das darüber liegende Fett abgebaut. Vergleicht man den Effekt einer Reduktionskost mit der Kombination Sport und Reduktionskost, so zeigt sich bei der Variante mit Bewegung eine Halbierung des Fettgewebes im Gegensatz zur reinen Diät.





Richtig trainieren

Jeder muss für sich die richtige Form der Bewegung finden.

Wer Angst vor dem Wasser hat, wem öffentliche Schwimmbäder ein Gräuel sind, wer den Geruch von Chlor verabscheut, der sollte sich nicht zwingen, dreimal pro Woche seine Bahnen zu ziehen. Nur wer sich auf die sportliche Betätigung freut, wird sie regelmäßig und langfristig ausüben. Allerdings ist der Anfang manchmal schwer. Vor allem gilt das für alle Menschen, die lange Zeit keinen Sport mehr betrieben haben, die stark übergewichtig sind oder die körperliche Beschwerden haben.

In so einer Situation hat es sich sehr bewährt, nach Gleichgesinnten Ausschau zu halten. Das können Freunde sein, eine Gruppe oder ein Verein. Es gibt Sport für Patienten mit Arthrosen, Rheuma, Herzkranke oder andere Erkrankungen. Übergewichtige Frauen haben oft Hemmungen ins Schwimmbad zu gehen. Beim „Schwimmen für Mollige“ ist man unter sich und wird nicht abwertend angesehen.

Andere Menschen wollen zeitlich nicht so festgelegt sein. Für sie kann es sein Motivation sein, während des Nordic Walkings zum Beispiel einer spannenden Geschichte per Kopfhörer zu lauschen. Dann vergeht die Zeit wie im Flug.

Die Wirkung des Sports kommt garantiert. Aber sie kommt nicht sofort. Je nach Art und Umfang sollte man sich zwei bis drei Monaten geben, bis die Kondition und ein Sichtbarer Effekt eintritt.

 

Am Anfang empfiehlt es sich langsam anzufangen. Zweimal die Woche 20 Minuten ist besser als nichts. Danach wird auf dreimal die Woche für 30 Minuten gesteigert. Daraus werden dann drei Trainingseinheiten mit jeweils 45. Mehr schadet nicht.

 


Neu: AlterG

Mit dem AlterG (to alter = verändern, „G“ = Erdanziehungskraft) ist es möglich mit reduzierter Schwerkraft zu Gehen, Joggen oder Laufen. Auf dem computer-kontrollierten Laufbandsystem ist der Patient ab Taillen-Höhe in einer luftdichten Kammer über dem Laufband eingeschlossen. Durch die Einleitung von Luft in die Kammer kann das Gewicht in 1%-Schritten um bis zu 80% verringert werden. Selbst Schwergewichtige erleben eine unbeschreibliche Leichtigkeit des Laufgefühles. Es ist ein Gehen wir auf Wolken.
Mt dem AlterG ist es daher möglich, die Beine kräftig zu trainieren, während gleichzeitig der Luftdruck einem Anschwellen entgegen wirkt. So kommt es zur Kräftigung der Muskulatur, Verbesserung der Koordination und zur Vermehrten Aussscheidung, die durch das gleichzeitige Tragen von Kompressionsstrümpfen noch gesteigert werden kann. 

Siehe auch Film