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Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe

Diese sehen aus wie normale Damenstrümpfe bzw. Strumpfhosen und haben vor allem keine Naht, da sie in einem Stück auf einem Zylinder herstellt werden. Eingewebt in das Material finden sich elastische Fäden mit denen unterschiedlich starke Kompression erzielt werden kann. Diese Einlegefäden verlaufen spiralförmig im Strumpf nach oben. Durch stärkere Vordehnung wird erreicht, dass unten am Knöchel der Druck höher als am Oberschenkel ist.

 

Je nach Vordehnung unterscheidet man die Kompressionsklassen 1 bis 3.

Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe kann man fertig kaufen. Sie sind in vielen modischen Farben erhältlich, sie sind dünn, leicht anzuziehen und angenehm zu tragen. Die meisten Frauen, die noch nie Kompressionsstrümpfe getragen haben, sind überrascht, dass sie damit nicht schlecht aussehen.

 

Doch es gibt auch Nachteile. Die rundgestrickten Strümpfe lassen sich nicht auf individuellen Beinformen anpassen. Gleichzeitig ist das Verhältnis von Ruhe- und Arbeitsdruck ungünstiger. Ihr Ruhedruck ist höher als der Arbeitsdruck.

Der zweite Nachteil ist oft noch wichtiger. Sie neigen zum Kneifen. In der Kniekehle, am Oberschenkel oder Gesäß drücken sie und können den Blutfluss behindern. Gerade bei übergewichtigen Patienten kann sich die Haut in den Bewegungsfalten entzünden.

 

Geeignet sind sie daher vor allem bei Venenproblemen und nicht sehr ausgeprägten Lipödemen, vor allem dann, wenn das Bein weitgehend normal geformt ist. Häufig sind sie der „Einstieg“ in die Kompressionstherapie, da sie eine deutlich geringere psychologische Hürde darstellen.