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Kompressionsbandagen

Ganz so einfach ist eine regelrechte Kompressionsbandage nicht anzulegen.

Noch individueller als Kompressionsstrümpfe nach Maß sind Kompressionsbandagen. Dabei wird in einer ausgefeilten Technik mit einer Reihe von Binden sowie Polstermaterial eine für die augenblickliche Situation optimale Versorgung erreicht.

Zuerst wird die Haut der Beine gepflegt, mit einem Schlauchverband umhüllt, umfangreich abgepolstert und dann mit 20 und mehr Binden schrittweise komprimiert. In manchen Fällen wird die Kompression noch durch Kompressionsstrumpfhosen z.B. an den Hüften („Bermudas“) verstärkt.

 

Bei den Binden setzt man auf Kurz- und Mittelzugbinden. Es handelt sich dabei um wenig dehnbare Binden, die wieder einen geringen Ruhe- mit hohem Arbeitsdruck kombinieren. Zwischen 22 und 23 Stunden täglich sollten die Bandagen getragen werden.

 

Es sei nicht verschwiegen, dass Kompressionsbandagen fast ausschließlich im Krankenhaus angewandt werden. In der „Entstauungsphase“ werden so die Ödeme reduziert. Später in der „Erhaltungsphase“ tragen die Patientinnen dann meist Kompressionsstrümpfe.

 

Es gibt jedoch Patienten, die erlernen die Bandagetechnik in einem Kurs. Zuhause sind sie dann in der Lage sich ausgezeichnet selbst zu helfen. Diese Schulung ist notwendig, da durch eine falsche Kompression ein gegenteiliger Effekt erreicht wird. Falsch angelegte Bandagen schüren ab und verschlechtern so das Ödem.