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Zwischen Männern und Frauen finden sich nun typische Unterschiede:

Kein Grund zur Sorge

• Frauen haben eine andere Fettverteilung als Männer. Während Männer zum Fettansatz am Bauch („Bierbauch“) neigen, lagern Frauen sehr viel häufiger Fett an den Hüften, Gesäß und Oberschenkeln ein.

 

• Die Unterhautfettschicht ist bei normalgewichtigen Frauen an den Beinen doppelt so dick wie bei Männern.

 

• Das Verhältnis von Taille und Hüfte (Tailleumfang dividiert durch Hüftumfang) sollte so bei normalgewichtigen Frauen unter 0,8 bei Männern zwischen 0,8 und 1,0 liegen. Liegt es höher, dann stellt dies einen Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen dar. Eine „Apfelfigur“ ist daher sehr viel gefährlicher als die Birnenstatur. Frauen sind so auf natürliche Weise begünstigt.

 

• Die Fettzellen werden bei Männern und Frauen auf höchst unterschiedliche Weise durch das Bindegewebe stabilisiert. Beim Mann haben die Fasern eine netzartige oder scherengitterartige Struktur, Frauen dagegen verfügen über deutliche größere Fettkammern, die senkrecht zur Hautoberfläche ausgerichtet sind. Sie werden daher auch als „stehende Fettkammern“ bezeichnet.

 

• Da die männliche Haut deutlich dicker als die weibliche ist, ergibt der sog. Kneiftest bei völlig gesunden Frauen ein unterschiedliches Ergebnis im Vergleich zu Männern. Die aufrecht stehenden Fettkammern einer Frau werden zusammengeschoben dadurch sichtbar. Dieser Effekt ist also bis zu einem gewissen Grad natürlich und nimmt im Alter noch zu, weil die Haut etwas dünner wird. So werden die „stehenden Fettkammern“ leichter sichtbar. Bei Männern zeigt sich dagegen nur eine feine Fältelung oder Furchung der Oberhaut.


Hormonproduktion im Fettgewebe

Der schlechte Ruf des Fettgewebes besteht also zu Unrecht. Es ist ein hochspezialisiertes Gewebe, das nicht nur wärmt (braunes Fettgewebe), stützt (Baufett), den Körper formt und uns über magere Zeit hinweg hilft; es ist auch das größte Hormon produzierende Gewebe des Körpers. Heute kennt man ungefähr 100 verschieden Hormone, die vom Fettgewebe produziert werden. Darunter sind Stoffe, die den Blutdruck beeinflussen, Gerinnungsfaktoren, Faktoren, die auf Entzündungen Einfluss nehmen, den Appetit beeinflussen, das Immunsystem steuern, und schließlich produziert das Fettgewebe auch Östrogene. Nach den Wechseljahren stammen praktisch alle Östrogene einer Frau aus dem Fettgewebe. Dadurch haben mollige Frauen nach der Lebensmitte einen höheren Östrogenspiegel als Idealgewichtige und damit auch ein geringeres Osteoporose-Risiko.


Fett – dauernd im Umbau

Oft stellt man sich das Fettgewebe als Endlager für überschüssige Kalorien vor. Einmal deponiert, warteten sie dort auf den Tag, an dem sie gebraucht würden. Doch dem ist nicht so! Das Fettgewebe ist hochaktiv. Jede Fettzelle befindet sich in einem beständigen Auf- und Abbau. Unablässig werden energiereiche Triglyceride neu eingelagert und alte zum Verbrauch freigegeben.


Fettabbau

Jede Form der Bewegung ist günstig.

Natürlich interessieren sich Übergewichtige vor allem dafür, wie der Abbau verbessert werden kann. Vor allem durch:

 

• Körperliche Aktivität im Allgemeinen

• Vermehrte Aktivität einzelner Muskelgruppen. Über gut trainierter Muskulatur findet sich weniger Fett

• Verbesserte Durchblutung

• Erhöhte Aktivität des Sympathikus (der Teil des unwillkürlichen Nervensystems, der zu einer Leistungssteigerung führt)

• Verbesserung des Lymphabflusses