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Therapie

In manchen Fällen ist die Behandlung einfach. Es reicht aus, die Schleimhaut zu beruhigen. Lutschtabletten (Salbei, Menthol, Eukalyptus), Kaugummi, ölige Nasentropfen und auch Inhalieren (Wasserdampf ohne Zusätze) sind eine der Möglichkeiten. An pflanzlichen Präparaten können sind etwa Spitzwegerich, Thymian, Drosera oder Wollblumen Erleichterung verschaffen.

Hilfreich kann auch eine Betäubung der überreizten Nerven sein. Dazu eignen sich z.B. Lutschtabletten mit Lidocain, einem örtlichen Betäubungsmittel.

Auch Medikamente, die dämpfend auf Reflexe einwirken, können sinnvoll sein: Hustenstiller (z.B. mit Codein), Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) oder Mittel gegen Epilepsie. Beruhigungsmittel sind wegen der Abhängigkeitsproblematik möglichst zu vermeiden.

An nicht-medikamentöser Therapie steht Physiotherapie, Atemtherapie (insbesondere bei Hyperventilation) und Logopädie im Vordergrund. 


Multimodale Therapie

In vielen Fällen ist eine eng auf das Symptom gerichtete Therapie nicht ausreichend. Es kann sogar sein, dass gerade eine intensive Beschäftigung mit der Problematik, die Aufmerksamkeit so sehr auf den Reflex lenkt, dass dieser dadurch vermehrt ausgelöst wird.

Dann ist es nötig, zuerst ein allgemeines Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden wieder herzustellen. Beruhigende Worte reichen dazu nicht aus. Der Körper muss hautnah und umfassend empfinden, dass keine Gefahr droht.

Um das zu erreichen setzten wir zuerst eine Kombination von beruhigenden, entspannenden Verfahren ein: Massagen, Wärme, Genuss- und Entspannungsübungen. Auch eine fokale Psychotherapie kann sehr hilfreich sein.

Atem- und Schlucktraining, Krankengymnastik und abhärtende Maßnahmen sind die zweite Säule der Therapie. Der Körper soll lernen, wann die Reflexe sinnvoll sind und wann nicht. Es geht also um eine neue „Kalibrierung“ der Abläufe. Auf diese Weise sollen sich die gestörten Reflexe wieder beruhigen und normalisieren.

Welche Verfahren in welcher Kombination eingesetzt werden, hängt vom Einzelfall ab.