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Befehle von oben

Der Thalamus gibt Befehle an das vegetative Nervensystem, um die notwendigen Korrekturen einzuleiten, wenn die gemessene Temperatur vom Soll-Wert abweicht.

Ist die Temperatur zu niedrig, kommt es zu:

  • Kälteempfinden, Frieren, Frösteln
  • Kältezittern, im Extremfall Schüttelfrost
  • Verengung der Hautgefäße, Gänsehaut
  • Umverteilung der Durchblutung, die Temperatur von Armen und Beinen sinkt

Ist Temperatur zu hoch, kommt es zu

  • Wärmeempfinden, Hitzegefühl
  • Vermehrung der Durchblutung der Haut mit begleitender Hautrötung,
  • Verbesserung der Durchblutung von Armen und Beinen
  • Schwitzen

Fröstelfaktoren

Frieren und auch Hitzegefühl sind also Warnsignale, die den Körper zu entsprechenden Gegenmaßnahmen veranlassen. Ob wir frieren, hängt nicht nur von der Außentemperatur, sondern auch von weiteren Faktoren ab:

  • Dicke der Fettschicht
  • Körpergewicht
  • Dicke der Haut
  • Trainingszustand
  • Muskelmasse
  • Gewöhnung, Stimmung (Angst, Unsicherheit)
  • Hormone (Schilddrüse, Sexualhormone)
  • Blutdruck
  • Störungen des Nervensystems (z.B. bei Diabetes)
  • Zahlreiche Krankheiten
  • Schmerzen
  • Schlafmangel 

Kältestress

Frieren und auch Hitzegefühl sind also Warnsignale, die den Körper zu entsprechenden Gegenmaßnahmen veranlassen. Bei extremer Kälte oder Wärme werden alle Reserven mobilisiert. Stresshormone (Kortison, Adrenalin, Noradrenalin) werden ausgeschüttet, um das bedrohte Gleichgewicht wieder herzustellen.

Bei Menschen, die zum Frieren neigen, setzt diese Stressreaktion sehr früh ein. So erklärt sich das Gefühl von Angst und Bedrohung, da der Körper reagiert, als würde etwas Lebensgefährliches geschehen. Für diese Menschen kann eine Reihe von kalt-feuchten Tagen eine echte Belastung darstellen. Infolge der Belastung treten dann Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit und Erschöpfung auf. 


Männer und Frauen

Zwischen Männern und Frauen bestehen oft belächelte Unterschiede. Frauen frieren tatsächlich sehr viel leichter. Obwohl sie über ein dickeres Unterhautfettgewebe verfügen, ist ihre Haut gleichwohl dünner als bei Männern. So kommen die empfindlichen Kälterezeptoren dichter unter die Haut zu liegen und lösen leichter einen Kältereiz aus. Gleichzeitig haben Männer im Durchschnitt mehr Muskeln, die auch im Ruhezustand kräftig Wärme produzieren. Schließlich sind Frauen im Durchschnitt leichter und haben so eine relativ größere Oberfläche, was zu zusätzlichem Wärmeverlust führt.