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Atmung und Schlaf


Nächtliche Panikattacken

Nächtliche Panikattacken sind vergleichsweise häufig und stellen für die Betroffenen oft eine sehr schwere Belastung dar. Typisch ist das Aufwachen aus dem Schlaf mit dem Gefühl der Enge, Herzrasen, Atemnot und möglicherweise Schwindel.

Ausgelöst wird dies nicht selten durch Alpträume oder auch nur beunruhigende Träume. Die Atmung beschleunigt sich so unwillkürlich und am Ende kommt es zur akuten Hyperventilation. 


Fallgeschichte

Andrea, eine 34jähige Informatikerin, kam wegen Schwindelanfällen und Dauerschwindel in unsere Behandlung. Sie klagte ebenso über nächtliche Panikattacken. Wir gaben ihr daher ein Messgerät zur Bestimmung des CO2-Gehaltes der Luft im Schlafzimmer mit.

Da Andrea einen leichten Schlaf hatte, hielt sie das Fenster meist geschlossen. Dies führte dazu, dass durch ihre eigene Ausatemluft in dem kleinen Raum der Gehalt an Kohlendioxids deutlich zunahm. In der Nacht stellte sich erneut eine Panikattacke ein. Andrea maß die CO2-Konzentration. Diese war auf das über 5fache des Normalen erhöht (>2000 ppm). Bei ihr reichte dies aus, um einen „falschen Erstickungsalarm“ auszulösen.

Andrea öffnete das Fenster, die Konzentration viel auf normale Werte zurück und sie konnte trotz Straßenlärm in einen ungestörten Schlummer zurückfinden.