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Im Prinzip einfach

Die größeren Essensabstände kann man trainieren - wie Sport! Und der ist nebenbei ebenfalls günstig, um den Heißhungerattacken vorzubeugen.

Die Therapie ist eigentlich einfach: Training der Blutzuckerregulation.

 

So wie Kreislaufbeschwerden nicht durch Schonung oder Kreislauftropfen trainiert werden, so führt die ständige Zufuhr von Zucker nicht zur Besserung der Symptomatik.

 

Nur zwei Dinge sind zu beachten:

• Vermeidung von schneller Freisetzung von Insulin, d.h. nichts Süßes und ggf. auch kein Alkohol

• Systematisches Training der körpereigenen Gegenregulation

 


So wird´s gemacht

Der Tag beginnt mit einem gesunden Frühstück!

Am Anfang steht selbstverständlich die Diagnostik. Nur wenn geklärt ist, dass es sich um eine vegetative Fehlsteuerung handelt, kann das entsprechende Trainingsprogramm beginnen.

 

Zu Beginn empfiehlt es sich, Zucker weitgehend oder vollständig zu meiden. Das hört sich leicht an, ist es jedoch oft keineswegs.

Zucker kann süchtig machen! Nicht viel anders als Alkohol oder Zigaretten. Das Gute bei der Zuckersucht: Sie geht schnell vorbei! Nach wenigen Wochen ist die Lust auf ein süßes Frühstück kaum mehr vorhanden.

 

Statt also ein Frühstück mit Toast und Marmelade zu essen, empfiehlt sich Vollkornbrot mit Käse oder Vollkornmüsli. Ähnliches gilt für die weiteren Mahlzeiten des Tages.

 

Weißmehl sollte durch Vollkornprodukte ersetzt werden. Je niedriger der glykämische Index ist, desto besser. Der glykämische Index sagt aus, wie schnell ein Lebensmittel ins Blut geht. Definitionsgemäß hat Traubenzucker den Wert 100.


Pausen

Reichlich Trinken ist ein wichtiger Tipp bei beginnender Schwäche!

Das zweite Grundprizip sind Pausen.

Anfänglich wird der Blutzucker auch nach Mahlzeiten absinken, die aus „guten“ Vollkornprodukten bestehen.

 

Es kommt darauf an, den Körper langsam wieder an Regulation zu gewöhnen. Und das bedeutet: Abwarten, bis Glukagon wieder alleine produziert wird.

 

Das ist zuerst noch Stress! Es macht Angst und – nebenbei – die Angst hebt sogar den Blutzuckerspiegel, da die Stresshormone Kortison und Adrenalin auch zur Glukose-Mobilisierung beitragen.

 

Statt also ein Stück Zucker oder Schokolade zu essen, sollte man anfänglich abwarten und z.B. Tee trinken. Wenn die Symptome heftiger werden, empfiehlt es sich, lediglich mit Knäckebrot gegenzusteuern.

Zucker bzw. Traubenzucker sollte in dieser Phase nur noch zur inneren Beruhigung in der Hosentasche sein. Im Notfall könnte man ja...

 


Komplikationen

In leichteren Fällen gelingt so bereits der Ausstieg aus dem Teufelskreis, in anderen nicht.

Dafür gibt es vielfältige Gründe:

 

• Der Teufelskreis hat sich über Jahre verfestigt

• Die Angst vor der Schwäche und den unangenehmen Symptomen ist zu groß

• Es kommen weitere Erkrankungen, wie z.B. eine Reizdarmsymptomatik, hinzu.

 


Erweitertes Training

Kreislauftraining in der <link 230>Kältekammer</link>

Wenn der Ausstieg mit einfachen Maßnahmen nicht gelingt, empfiehlt es sich, nochmals genau zu diagnostizieren, ob nicht eine andere Erkrankung vorliegt.

 

Wenn nein, dann kommen folgende Maßnahmen in Frage:

 

Spezieller Nahrungsaufbau - ähnlich wie beim Reizdarm

• Gewichtsnormalisierung

• Vegetatives Training, z.B. Kälte/Wärme-Training

• Bewegungs-, Dehn- u. Gymnastikübungen

• Schlafhygiene

• Entspannungstraining

• Anti-Angsttraining

• und andere Maßnahmen


Intensivbehandlung

Solche Maßnahmen wirken vor allem dann effektiv, wenn sie in kompakter Form durchgeführt werden. Da viele Betroffene sich verunsichert fühlen, gelingt es ihnen nur unter einer kontinuierlichen Betreuung, den Mut zu einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten aufzubringen.

 

Während einer zweiwöchigen Intensivbehandlung gelingt es im allgemeinen, die Beschwerden diagnostisch zu klären und gleichzeitig den schwierigen Anfang zu schaffen. Anschließend können dann die meisten weiteren Maßnahmen als Selbsthilfe zuhause durchgeführt werden.