
Die Geruchsnerven sitzen in der Nasenschleimhaut, genauer in der oberen der drei Nasenmuscheln. Im Gegensatz zum Fühlen, Sehen oder Hören sind die Geruchsnerven ein vorgeschobener Hirnteil, sind Teil des Gehirns. Nur durch die dünne, perforierte Siebbein-Platte ist dieser Hirnteil vom Nasenraum getrennt, durch die Sinneszellen in den Luftstrom hineinragen.
Der Riechnerv gehört zu den entwicklungsgeschichtlich ältesten Hirnteilen und ist Teil des sog. limbischen Systems, das unsere Gefühle bestimmt.
In jeder der beiden oberen Nasenmuscheln befindet sich jeweils ein etwa 5 Quadratzentimeter umfassender sensibler Bereich (beim Hund das 5fache!). Doch das ist nicht alles: Die Nasenschleimhaut ist gleichzeitig durch den Trigeminus in der gesamten Fläche versorgt. Er ist für die Wahrnehmung von stechenden Gerüchen (Warnsignal!) verantwortlich, z.B. Ammoniak.
Auch wenn wir unser eigenes Geruchsvermögen etwa im Vergleich zum Hund eher gering einschätzen, ist die Leistungsfähigkeit dennoch beachtlich.