Während es zahlreiche Erkrankungen gibt, die mit einer Minderung der Geruchsempfindlichkeit einhergehen (Infektionen, Allergien, Vergiftungen usw.), ist die gesteigerte Geruchsempfindlichkeit weit weniger gut untersucht.
Dabei gilt es Unterscheidungen zu machen:
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Knoblauch löst einen der stärksten Geruchsreize aus |
Klassisch ist die Überempfindlichkeit gegenüber Gerüchen bei einem Migräneanfall. Während eines Migräneanfalls sind starke Gerüche wie Essensgerüche oder Parfum die reinste Folter und lösen Übelkeit oder Erbrechen aus.
Ganz im Zentrum steht die Geruchsüberempfindlichkeit beim MCS (multiple chemische Sensibilität). Dabei werden eine Unzahl von Gerüchen als unangenehm, störend oder belästigend wahrgenommen. Häufig lösen diese dann auch vegetative Beschwerden wir Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen oder andere Symptome auf. Es besteht eine große Ähnlichkeit der Symptomatik zu anderen Formen der zentralen Sensitivierung z.B. dem Fibromyalgiesyndrom.
Bei diesen Formen der Geruchsüberempfindlichkeit liegt in der Regel keine Absenkung der absoluten Reizschwelle vor (d.h. die betroffenen riechen nicht besser) sondern eine andere Form der Bewertung (d.h. sie empfinden es anders, d.h. unangenehm) .