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Über das Gähnen

Gähnen ist ein Phänomen, das erstaunlicherweise kaum verstanden ist. Alle Menschen gähnen, zumindest dann und wann. Auch Tiere tun es, z.B. Hunde, Pferde, Löwen und sogar Fische. Doch warum? Das ist letztlich noch ungeklärt und nicht durch allein durch Müdigkeit bedingt. Bei Tieren werden höchst unterschiedliche Formen des Gähnens beobachtet.

Es gibt einige interessante Fakten:

  • Gähnen dauert um 6  Sekunden an
  • Tiere setzen Gähnen teils als Beschwichtigungsgeste teils auch als Drohung ein
  • Es gibt enge Beziehungen zum Strecken
  • Gähnen kann sowohl bei Stress als auch bei Müdigkeit vermehrt auftreten
  • Gähnen ist morgens und abends häufiger, allerdings nur morgens von Strecken begleitet.
  • Raubtiere häufiger gähnen als Pflanzenfresser
  • Gähnen ist ansteckend, was sich über Aktivierung von Spiegelneurone erklären lässt. Patienten mit einer eingeschränkten Fähigkeit mitzufühlen  (bei dissozialer, autistischen Störung  oder Schizophrenie) ist Gähnen nicht ansteckend 
  • Gähnen könnte zur Temperaturregulation beitragen und die Kühlung des Gehirns begünstigen
  • Bei einer Reihe von Hirnerkrankungen (z.B. Schlafanfall) kann Gähnen vermehrt auftreten, ebenso bei bestimmten Medikamenten (insbesondere Psychopharmaka
  • Verschiedene Neurotransmitter (u.a. Oxytocin, Dopamin) spielen beim vermehrten Gähnen eine Rolle

Eindeutig ist, dass Gähnen also ein überaus alter Reflex ist, der eine enge Beziehung zum Atemzentrum des Gehirns hat. Gleichzeitig hat das Gähnen eine soziale, kommunikative Bedeutung und trägt möglicherweise zu einer Harmonisierung von Gruppenaktivitäten bei. 


Gehäuftes Gähnen und Atemnot

Es gibt eine vergleichsweise häufige Symptomatik, da berichten Menschen, sie litten unter dem Bedürfnis immer wieder Gähnen zu müssen und dabei gleichzeitig das Gefühl zu haben, nicht richtig Luft zu bekommen oder nicht durchatmen zu können.

Häufig sind diese Beschwerden mit weiteren Symptomen kombiniert:

 

•  Häufiges Räuspern•  Häufiges Seufzen•  Druck auf der Brust•  Beklemmungsgefühle in stickigen Räumen mit vielen Menschen•  Schlafstörungen•  Ängsten•  Gelenk- oder Muskelschmerzen.

 

Bei der körperlichen Untersuchung zeigt sich in aller Regel kein krankhafter Befund. Lediglich eine Tendenz zu einem sog. Anstrengungs-Asthma oder empfindlichen „hyperreagiblen“ Bronchialsystem kann vorhanden sein. 


Ursachen

So unerklärlich die Symptomatik auf den ersten Blick wirkt, dahinter kann eine relativ einfach Störungen verborgen sein: Ein chronisches Hyperventilationssyndrom. 

Dabei liegt eine Veränderung der Blutgase mit einer Erniedrigung des Kohlendioxidspiegels im Blut vor, was komplexe Folgen für die Atemregulation und den Stoffwechsel nach sich zieht. 

Zur umfangreichen Information zu dieser Symptomatik  geht es hier.


Test

Sie können einen ersten Online-Test durchführen, ob bei Ihnen eine Veränderung der Atmung wahrscheinlich ist.