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Therapie funktioneller Störungen

Wir glauben, dass sich funktionelle Störungen im Kern auf genetisch überlieferte Reaktionsmuster zurückführen lassen, die unseren Vorfahren das Überleben in Gefahr sicherten. Heute werden Sie ebenfalls durch Gefahr von Außen provoziert, eben durch Stress. Nur: die alten Reaktionen passen  nicht in einen Büroalltag.

Na schön, werden Sie jetzt vielleicht sagen, das klingt ja alles ganz gut, aber hat das etwas für die Therapie zu sagen? Hat es! Und zwar eine Menge!

Zum ersten verändert das den Blick einen Menschen. Wir glauben, dass funktionellen kein Störungen nichts defekt ist. Der Körper reagiert „eigentlich“ normal. Er kann nichts dafür, dass sich unsere Umwelt zu radikal verändert hat.

Zum anderen beeinflusst das auch die therapeutischen Strategien. Wir gehen also – vereinfacht - davon aus, dass Stressgene „angeschaltet“ worden sind. Diese gilt es wieder zu inaktivieren.

Wir haben lange gebraucht, hier eine wirkungsvolle Behandlungsmethode zu entwickeln. Was wir mühsam lernen mussten: Weder helfen klassische Medikament, noch naturheilkundliche Präparate, noch Psychotherapie alleine. Solche Elemente können durchaus Teil einer Gesamtstrategie sein, für sich alleine genommen, ist ihr Erfolg bescheiden. 


Die richtige Sprache

Infrarotkammer

Viele der Stressgene teilen wir mit Tieren, sie entstammen einer Zeit, in der es noch keine Sprache im unserem Sinn gab.

Um solche funktionellen Beschwerden zu beeinflussen, muss daher eine „Sprache“ gewählt werden, die unser Körper versteht. Diese „Sprache“ ist körperlich. D.h. Massagen, Wärme, Kälte, Bewegung oder Ernährung erreichen eine andere Schicht unseres Wesens als emotionale Berührung oder rein kognitive Information.  

Wir glauben daher, dass „alte“ körperliche Prozesse (Verdauung, basale Reizverarbeitung, Atmung, Stoffwechsel) vor allem durch „alte“ Wege beeinflusst werden können, also durch eine „Sprache“, die auch Kleinkinder oder Tiere verstehen können. 


Fünf Regeln

Kältekammer -80°C

Erste Regel: Besonders wirksam sind Therapieverfahren, die über vielen Sinneskanäle einwirken. Also die gleichzeitige Einwirkung auf Auge, Ohr, Nase, Geschmack, die Wahrnehmung von Druck, Berührung, Wärme, Kälte und innere Organe. Hier soll vor allem eine Erfahrung machen: es droht keine Gefahr. Diese Gleichzeitigkeit von Erfahrung ist eines der Grundpfeiler der Therapie.

Eine zweite Regel: Bei der Therapie kommt es auf eine große Zahl von Wiederholungen an. D.h. immer wieder muss die „heile, heile Segen“- Erfahrung sinnlich erlebt werden. Vermutlich sind für Restrukturierungen von Verschaltungen im Nervensystem einige Tausend Zyklen notwendig.

Dritte Regel: Beruhigung, Entspannung, Verwöhnung sind nicht ausreichend, sonst kommt es erneut zu einer Stressreaktion, wenn die Welt einmal unfreundlicher ist. Daher ist ein Teil der Therapie die Abhärtung. Dabei wird vermittelt, dass es nicht bedrohlich ist, falls einmal stärkere Reize kommen. Das innere System soll also neu „kalibriert“ werden.

Vierte Regel: Natürlich gehört zu einer umfassenden Therapie auch die Verstandesebene (was Sie gerade lesen) und die emotionale Eben. Hier ist vor allem die Sicherheit in der Beziehung bedeutsam, wie in jeder guten Arzt-Patient-Beziehung. Daneben gehören auch psychotherapeutische Verfahren, was ich aber an dieser Stelle nicht vertiefen möchte.

Fünfte Regel: Wenn also eine Behandlung wiederholt über viele Kanäle wirkt, wenn sie auch abhärtende Elemente enthält, wenn sie verstehbar ist und in einer sicheren emotionalen Beziehung erfolgt, dann spielt die Dauer eine untergeordnete Rolle, d.h. die Fortschritte sind dann erstaunlich schnell möglich. 


Multimodale Intensivtherapie

Wir nennen das multimodale Intensivtherapie. In der Regel führen wir also kurze, hochintensive Behandlungen über 2-3 Wochen durch und können so Erfolge erreichen, die sonst nur schwer möglich sind. 

Wir bieten zu den einzelnen Krankheitsbildern verschiedene Therapieprogramme an, die jedoch grundsätzlich diesen 5 Regeln folgen.