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Lichtempfindlichkeit Photophobie

Einige Menschen leiden unter einer abnormen Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht, med. „Photophobie“.  Manche Betroffene können ohne Sonnenbrille das Haus nicht verlassen. Selbst bei bedecktem Himmel bereitet ihnen helles Licht Schmerzen.

Verzichten diese Personen auf eine dunkle Brille, löst dies Kopfschmerzen und manchmal Migräne aus. 


Ursachen

Sonne und Schnee: Alptraum für Lichtempfindliche

Die Ursachen der erhöhten Lichtempfindlichkeit sind nicht ganz geklärt. Es wird vermutet, dass vermehrte Nervenimpulse aus Nervus opthalmicus („Augapfelnerv“, gehört zum Trigeminus) im Hirnstamm einen Teil der Sehbahn in einen Zustand erhöhter Erregbarkeit versetzen.

Solche vermehrten Impulse aus dem Trigeminus (ein wichtiger sensibler und motorischer Nerv des Gesichtes) können durch verschiedenartige spezifische Erkrankungen im Bereich des Gesichts und Gehirns ausgelöst werden. Bei Fibromyalgie liegt jedoch meist wohl eine unspezifisch erhöhte Reizbarkeit vor, die zu der abnormen Empfindlichkeit führt.

Verstärkt wird die Photophobie durch vermehrte Schmerzen, Schlafmangel und Stress. 


Andere Erkrankungen

Erkrankungen, die mit Lichtempfindlichkeit einhergehen:

  • Verletzungen und Entzündungen der Hornhaut
  • Bindehautentzündungen
  • Migräne
  • Meningitis (Hirnhautentzündung)
  • Masern
  • Tumore
  • Hirnblutungen
  • Glaukom (grüner Star) bei Kindern
  • Fibromyalgie
  • Und andere Erkrankungen

Therapie

Ausreichend erholsamer Schlaf ist ein wesentlicher Faktor

Als Therapie - das liegt nahe - werden die Betroffenen automatisch eine Sonnenbrille aufsetzen und Sonnenlicht meiden. Doch wie immer ist die Meidung eine schwierige Lösung. So gewöhnt man sich an die geringere Lichtintensität und die Symptomatik etabliert sich dauerhaft.

  • Sinnvoller ist es dagegen, sich Schritt für Schritt an das Licht zu gewöhnen. Dabei sollte die rettende Sonnenbrille anfänglich stets zur Hand sein. Es kommt darauf an, die Sonnenexposition bewusst und angstfrei durchzuführen. Eine beruhigende Musik, z.B. über Kopfhörer, angenehme Gesellschaft oder andere Ablenkung sind gute Möglichkeiten, die Überempfindlichkeit „im Nebenbei“ zu verlieren.
  • Doch darüber hinaus sind die Beschwerden auch von der allgemeinen Reizüberempfindlichkeit abhängig. Je geringer Schmerzen, Abgeschlagenheit und Schlafstörungen ausgeprägt sind, desto erträglicher wird die Lichtempfindlichkeit. Häufig kommt der Schlafqualität eine besonders wichtige Rolle zu. 
  • Sind die Beschwerden ausgeprägt oder liegen weitere Beschwerden vor, ist häufig eine multimodale Therapie sinnvoll. Siehe auch folgenden Film.