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Genetik

Es ist vielleicht nicht verwunderlich, dass eine Krankheit, die in der großen Mehrzahl Frauen betrifft, einen genetischen Hintergrund hat. Es wurde in den letzten Jahren auf diesem Gebiet viel geforscht, um vielleicht ein „FMS-Gen“ zu entdecken. Das Ergebnis – es gibt kein isoliertes Gen, das für die Krankheit verantwortlich ist, sondern viele Gene (wahrscheinlich einige Dutzend oder mehr),  die zusammen zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit führen.  Es sind vor allem Gene, die für Stoffwechsel von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin verantwortlich sind.

So kommt es zu der Häufung der Erkrankung in einzelnen Familien. Nicht immer muss ein komplettes Fibromyalgiesyndrom entstehen. Die genetische Disposition kann auch zu anderen Formen der erhöhten Sensibilität führen; Migräne, Reizdarm, Menstruationsbeschwerden usw.

Die bisherigen Untersuchungen lassen noch nicht zu, den genauen Prozentsatz der Vererbung am Krankheitsbild festzulegen. Doch spielt die Vererbung eine wesentliche Rolle.  Das heißt aber nicht, dass eine Erkrankung automatisch auftreten muss, sobald ein Familienmitglied betroffen ist. In solchen Fällen ist es jedoch besonders wichtig, auf eine gesunde Lebensführung zu achten. Aus meiner Sicht sind folgende Faktoren von besonderer Bedeutung: Vermeidung von Übergewicht, ausreichend Schlaf, genügend Bewegung, bewusster Umgang mit seelischen Belastungen und Stress sowie gesunde Ernährung, um nur die wichtigsten zu nennen. Kurz: Alles, was auch sonst für die Gesundheit gut ist!