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Ist Psychotherapie hilfreich gegen Schmerzen?

Ein einfaches Beispiel: Angenommen, man stößt sich das Schienbein, dann tut dies heftig weh.  Dennoch ist so ein Schmerz leichter zu ertragen, als ein schwacher aber unklarer Schmerz im Bauchraum, von dem man vermutet, es könne ein Krebs sein.

Die Bedeutung eines Schmerzes, die Ängste und Befürchtungen, die damit verbunden sind, beeinflussen also dessen erlebte Stärke. Das ist keine „Einbildung“ sondern überaus real. Wenn es gelingt, Ängste zu reduzieren, verbessern sich somit auch die Schmerzen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Angst zu vermindern. Die Lektüre dieses Buches mag bereits ein Schritt dazu sein. Auch Gespräche mit einem erfahrenen Arzt, in der Selbsthilfegruppe oder mit dem Partner werden dazu beitragen. Psychotherapie ermöglicht jedoch noch weitere Möglichkeiten, da in diesem Rahmen ein größerer Freiraum besteht.

Psychotherapie ist ganz allgemein empfehlenswert, wenn vermehrtes seelisches Leiden vorliegt. Besonders, wenn man auch an Tagen beeinträchtigt ist, an denen die Schmerzen geringer sind. Wer außerdem konkrete Zusammenhänge erkennt (wenn dies oder jenes, dann mehr Schmerzen), ein drängendes seelisches Anliegen hat, früher bereits unter Depressionen, Ängsten oder anderen psychischen gelitten hat oder einfach das Bedürfnis verspürt, über bestimmte Konflikte zu sprechen‚ der sollte nicht zögern, eine Psychotherapie zu beginnen.

Umgekehrt wäre eine Psychotherapie weniger erfolgversprechend, wenn die Stimmung nur während der Schmerzattacken beeinträchtigt ist, kein Konflikt benennbar ist und auch in der Vergangenheit kaum relevante seelische Beschwerden vorhanden waren. 

 


Umgang mit der eigenen Person

Lernen mit sich selbst gut umgehen, ist eine lebenslange Aufgabe

Mit keinem Menschen sind Sie so oft zusammen wie mit sich selbst. Falls Sie unter einer Fibromyalgie zu leiden haben, dann geht es Ihnen nicht sonderlich gut und Sie haben es verdient, rücksichtsvoll behandelt zu werden.

 Es sich selbst gut gehen lassen, das bedeutet für schmerzgeplagte Menschen oft körperliche Schonung, gutes Essen und Trinken. Doch das ist leider das Verkehrte: Süßes, Fettes oder Alkohol machen die Krankheit auf Dauer schlimmer. Ebenso verschlechtern sich langfristig die Beschwerden, wenn man auf Bewegung verzichtet.

 Vieles, was ich in den therapeutischen Schritten vorgeschlagen habe, ist anstrengend und bedeutet auch Verzicht. Doch wie kann man das leisten, wenn das Allgemeinbefinden sowieso schon reduziert ist?

 Der wichtigste Schritt: Entdecken Sie neue Wege, sich selbst zu belohnen und auf sich selbst Rücksicht zu nehmen.

 Folgendes Vorgehen hat sich sehr bewährt: Legen Sie sich ein kleines Tagebuch zu. Nehmen Sie sich einmal am Tag einige Minuten Zeit und lassen Sie die letzten 24 Stunden Revue passieren. Überlegen Sie, was Ihnen in diesem Zeitraum gut getan hat. Was waren die besten Momente? Wann haben Sie sich relativ wohl gefühlt? Wann hatten Sie wenige oder gar keine Beschwerden? Wann haben Sie Ihre Krankheit vergessen?

 Notieren Sie sich diese Ereignisse. In der Mehrzahl der Fälle wird das nichts "Großes" sein. Der Alltag ist eine Aufeinanderfolge von Kleinigkeiten. Doch in der Summe machen diese Umbedeutsamkeiten das Leben aus! Beispielsweise könnten sie sich notieren, daß das Wetter schön war, Sie jemand auf der Straße freundlich angesehen hat, Sie zwei Minuten ausgeruht haben, Sie sich gewehrt haben, als sich jemand in der Schlange vorgedrängt hat usw.

 Das schriftliche Festhalten ist sehr wesentlich. Vor allem: Schreiben Sie ausschießlich die guten Ereignisse auf! Die meisten Menschen neigen dazu, diese rasch zu vergessen. Die schlechten Momente (Schmerzen, Krankheiten) bleiben dafür um so besser im Gedächnis haften. "Aus Schaden wird man klugt", so sagt das Sprichwort. Doch das ist nur für einmalige Ereignisse wahr. Wenn sich Schmerzen jeden Tag wiederholen, wird man dadurch in keiner Weise schlauer. Dagegen lohnt es sich sehr, auf alle Momente zu achten, in denen die Krankheit erträglicher ist. In diesen Augenblicken muß zweifellos etwas gewesen sein, das Ihnen gut getan hat! Das gilt es herauszufinden und zu nützen.

 Wenn Sie also über einige Wochen Buch geführt haben, werden Sie eine bis dahin unbekannte Seite von sich selbst entdecken. Sie werden eine kleine Sammlung Ihrer starken Seiten, von Tips und Tricks gegen die Krankheit erwerben. Wenn es Ihnen dann einmal nicht so gut geht, blättern Sie in Ihren Aufzeichnungen. Was hat mir denn früher einmal gut getan? Wie könnte ich mir jetzt am besten selbst helfen? Schließlich werden Sie bemerken, Ihr Selbstbewußtsein nimmt auf diese Weise zu!

 Jeder Mensch findet etwas anderes über sich selbst heraus. Doch einige der positiven Dinge sind häufig. Ich möchte Sie daher kurz erwähnen.

Notieren Sie sich diese Ereignisse. In der Mehrzahl der Fälle wird das nichts "Großes" sein. Der Alltag ist eine Aufeinanderfolge von Kleinigkeiten. Doch in der Summe machen diese Umbedeutsamkeiten das Leben aus! Beispielsweise könnten sie sich notieren, daß das Wetter schön war, Sie jemand auf der Straße freundlich angesehen hat, Sie zwei Minuten ausgeruht haben, Sie sich gewehrt haben, als sich jemand in der Schlange vorgedrängt hat usw.

 Das schriftliche Festhalten ist sehr wesentlich. Vor allem: Schreiben Sie ausschießlich die guten Ereignisse auf! Die meisten Menschen neigen dazu, diese rasch zu vergessen. Die schlechten Momente (Schmerzen, Krankheiten) bleiben dafür um so besser im Gedächnis haften. "Aus Schaden wird man klugt", so sagt das Sprichwort. Doch das ist nur für einmalige Ereignisse wahr. Wenn sich Schmerzen jeden Tag wiederholen, wird man dadurch in keiner Weise schlauer. Dagegen lohnt es sich sehr, auf alle Momente zu achten, in denen die Krankheit erträglicher ist. In diesen Augenblicken muß zweifellos etwas gewesen sein, das Ihnen gut getan hat! Das gilt es herauszufinden und zu nützen.

 Wenn Sie also über einige Wochen Buch geführt haben, werden Sie eine bis dahin unbekannte Seite von sich selbst entdecken. Sie werden eine kleine Sammlung Ihrer starken Seiten, von Tips und Tricks gegen die Krankheit erwerben. Wenn es Ihnen dann einmal nicht so gut geht, blättern Sie in Ihren Aufzeichnungen. Was hat mir denn früher einmal gut getan? Wie könnte ich mir jetzt am besten selbst helfen? Schließlich werden Sie bemerken, Ihr Selbstbewußtsein nimmt auf diese Weise zu!

 Jeder Mensch findet etwas anderes über sich selbst heraus. Doch einige der positiven Dinge sind häufig. Ich möchte Sie daher kurz erwähnen.


Es ist vor allem wichtig...

 

...nicht alles auf einmal und unter Zeitdruck zu erledigen.

 

...auf jede Anspannung eine Entspannung folgen zu lassen

 

...die eigene Zeit gut zu planen, z.B. Aufgabenlisten zu führen.

 

...zu überlegen, wann die beste Zeit für welche Aufgabe ist.

 

...die eigenen Grenzen zu akzeptieren.