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Die Krankheit ist kein Gegner

Zu lernen, mit sich selbst gut umzugehen, ist eine Aufgabe, die Fibromyalgie Patienten besonders schwerfällt

Bei der Therapie der Fibromyalgie geht es um die Beeinflussung von Regelkreisen. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist das Durchbrechen des Kreislaufes von Schmerz, Anspannung, Angst und neuem Schmerz.

 Dies beginnt mit einem inneren Schritt: Versuchen Sie zu akzeptieren, daß die Krankheit derzeit noch stärker ist als Sie und sich nicht mit Gewalt bekämpfen läßt. Vielleicht sind Sie jetzt verwirrt, da ich Ihnen eben noch geraten habe, aktiv gegen die Krankheit vorzugehen. Dies ist zwar richtig, allerdings geht das nicht kämpferisch. Die Krankheit gehört derzeit noch zu Ihnen und bildet einen Teil Ihrer Persönlichkeit so wie es auch Charaktereigenschaften gibt, die Sie an sich weniger schätzen. Darüber kann man sich ärgern, aber man kann diesen Part nicht ausradieren. Im Gegenteil, je mehr Sie kämpfen, desto größer wird Ihre innere Anspannung und werden damit auch Ihre Beschwerden.

Es geht nur auf freundliche Art und Weise: Bilden Sie mit Ihrem Körper ein Team und suchen Sie einen Ausweg aus der verfahrenen Situation. 

Das Gleiche gilt für äußere Hilfe. Sie werden keinen Experten finden, der Sie auf einen Schlag von allen Beschwerden befreien kann. Falls Sie mit dieser Hoffnung zu Ärzten gehen, werden Sie regelmäßig bitter enttäuscht. Beim Versuch, die Krankheit mit immer härteren Mitteln zu attackieren, werden zum Schluß alle enttäuscht und alle Verlierer sein. Solch aggressive Eskalationen kommen häufig vor: Fibromyalgie-Patienten werden dreimal häufiger operiert als vergleichbare Patienten mit anderen Schmerzzuständen. Manche Operationen sind leider sinnlos und entspringen der Hilflosigkeit und Unwissenheit gegenüber der Krankheit.

Bilden Sie daher auch mit Ärzten, Krankengymnasten, Masseuren usw. ein Team, und suchen gemeinsam nach einem gangbaren Weg. Jeder unterstützt hierbei den anderen und keiner ist allwissend.

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