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Vegetative Beschwerden

Selbst im MRT (Kernspin) ist das Fibromyalgie Sydnrom nicht zu diagnostizieren

Fibromyalgie Patienten leiden unter einer Vielzahl von Beschwerden, die sie mit fast allen medizinischen Fachdisziplinen in Kontakt bringen. Trotz der Intensität der Beeinträchtigung bekommen sie dort aber in aller Regel mitgeteilt, daß sie keinen oder allerhöchstens einen minimalen Befund aufweisen. Diese Diskrepanz zwischen Beschwerden und Befund läßt dann Arzt und Patient gleichermaßen erstaunen. Wird dies anfänglich als rätselhaft empfunden, führt man es auf die Dauer auf seelische Prozesse zurück. Kurz: Der Patient sollte sich ernsthaft einen Gang zum Psychiater überlegen.

Patienten fühlen sich dadurch meist verunsichert. Sie haben selbst nicht den Eindruck seelisch krank zu sein. Nehmen Sie dennoch den Rat an und suchen den Seelenfachmann auf, ist diese Therapie selten erfolgreich. Zwar erfahren sie vieles über sich und ihre Lebensgeschichte, allein die Beschwerden wollen davon nicht besser werden.

 

Grund für die Verwirrung sind nicht einzelne Beschwerden, z.B. Schmerzen, sondern vor allem die Vielzahl der sogenannten "vegetativen Beschwerden". Sie sind so vielgestaltig, unsystematisch und "bunt" in ihrem Erscheinungsbild, daß selbst wohlmeinende Hautärzte an der seelischen Verfassung ihrer Patienten zweifeln. Eine Krankheit, die so viele unterschiedliche Symptome hervor ruft, kann es wohl nicht geben...

 

Vermehrte Schweißneigung, empfindliche Haut mit überschießender Reaktion bei Berührung (Dermographismus), vermehrte Venenzeichnung, kreisrunder Haarausfall, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden, unklare Schmerzen im Brustbereich mit Atemnot, Infektanfälligkeit, leicht erhöhte Temperatur, Taubheitsgefühle, "Restless-legs", Krämpfe in der Beinmuskulatur, Händezittern, Reizblase, Wassereinlagerungen, Periodenschmerzen, Nachlassen des sexuellen Interesses, Impotenz, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Kloßgefühl im Hals, Zahnschmerzen, Schmerzen in der Kaumuskulatur, Störungen des Hörens, Tinnitus, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit usw.

 Gemeinsam ist allen diesen Beschwerden, daß bei Ihnen keine organische Veränderung vorliegt. Laboruntersuchungen, Röntgen, Computertomographie usw. zeigen kein faßbares Ergebnis. Bedeutet die Abwesenheit von "objektiven" Befunden, daß die Beschwerden also doch auf die Seele zurückgeführt werden müssen? Ich denke, daß diese eine übermäßige Vereinfachung darstellt, die der Sachlage nicht gereicht wird. Die vegetativen Störungen haben eine eigene Dynamik, die allerdings in der Medizin bisher noch unzureichend gewürdigt wird.

Was sind also die Hintergründe dieser vielen großen und kleinen Beeinträchtigungen? Sehen wir uns zuerst die Grundlagen, das vegetative Nervensystem, an.

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