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Das Gespräch suchen

In dieser Phase als Paar glücklich zu sein, ist noch keine Kunst

Häufig ist das so: Man denkt lange zuvor an das gemeinsame Treffen, bereitet sich innerlich darauf vor, zieht sich vorteilhaft an, trifft sich an einem angenehmen Ort und bringt ein kleines Geschenk mit. Beim Treffen geht es heiter zu, man lacht viel, belastet den Anderen nicht mit Problemen, schmiedet Pläne für eine attraktive Zukunft usw.

Die Alltagsrealität viele Jahre später steht oft dazu in denkbarem Kontrast. Wenn sich das Paar nun trifft, ist es meist am Abend, wenn beide maximal erschöpft sind. Das ist keineswegs der Moment, wo sie sich in ihrer besten Verfassung befinden. Meist belasten sich die Partner dann mit tausend Alltagssorgen, und suchen Bestätigung und Verständnis bei dem jeweils anderen. Mißverständnisse und Streitigkeiten sind die Folge.

Um eine Beziehung wieder zu mehr Leben zu verhelfen, muß man sich nicht wie ein frischverliebtes Paar verhalten. Kleinigkeiten genügen bereits.

Eine der wichtigsten Schritte ist, den Partner anzuerkennen. Das bedeutet für den Gesunden, die Schwierigkeiten und die beständige Mühe des Kranken wahrzunehmen, zu würdigen und Mitgefühl zu zeigen.

Es heißt nicht, daß der Gesunde verpflichtet wäre, immer selbst tätig zu werden. Bei der Fibromyalgie wäre das ein sehr frustrierendes Unterfangen. Gerade engagierte Lebenpartner können nur schwer ertragen, daß sie selbst so wenig helfen können. Leider führt der gute Wille oft zu einem Aktionismus ("Tu dies, tu das"), bei dem Kranke zu verschiedenen Maßnahmen gedrängt werden, die sich als wirkungslos erweisen. Das belastet die Beziehung.

Lebenspartner können meist nur in sehr begrenztem Umfang Therapeuten sein. Wenn sie jedoch akzeptieren, daß sie gegen die Krankheit nur wenig ausrichten können und trotzdem Mitgefühl zeigen, dann ist dies für die Kranken eine wirkliche Hilfe. - In einzelnen Bereichen (z.B. schwere Kisten tragen, eine Massage am Abend geben) ist natürlich konkrete Hilfe möglich.

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