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Fibromyalgie und Partnerschaft

Wenn sich nicht alles um die Krankheit dreht, tut das nicht nur der Paarbeziehung gut

Jede Krankheit bedeutet eine Beeinflußung der Partnerschaft. Kann man entfernteren Personen gegenüber eine Krankheit eher überspielen, bekommt der Partner die Beschwerden hautnah mit. Neben der eigenen Person ist er am meisten davon betroffen. Das muß nicht immer der Ehepartner oder Ehepartnerin sein. Freundin oder Freund, Eltern, Kinder, Geschwister leiden zwangsläufig mit. Besonders Männern fällt es oft schwer zu akzeptieren, daß Ihre Partnerin nicht voll leistungsfähig ist.

Bereits eine 14-tägige Erkältung kann Auswirkungen auf eine Partnerschaft haben. Monatelange oder jahrelange Krankheiten ist eine der schwersten Belastungen, die eine Beziehung zu ertragen hat. Es ist fast so, als ob die Krankheit als unerwünschte und unsichtbare Person mit im Haushalt leben würde.

 In den meisten Fällen leidet der Erkrankte dann unter Schuldgefühlen. Doch auch der Partner gerät in eine schwierige emotionale Lage. Er bemüht sich, zu unterstützen und zu helfen, wo es nur geht. Doch seine Bestrebungen verlaufen bei der Fibromyalgie im Sand. Das erzeugt Enttäuschung, Ärger und einen verdeckten inneren Vorwurf. Da ein Fibromyalgie-Kranker nichts für die Krankheit kann, bekommt der Lebenspartner selbst Schuldgefühle. So sind schließlich beide in gegenseitigen Vorwürfen und Schuldgefühlen verstrickt. Darunter leidet die Lebensfreude und die Beziehungsqualtität. Gefühle erkalten und zur Krankheit kommt nun auch noch eine Beeinträchtigung der Partnerschaft hinzu.

 Ich selbst habe sehr große Hochachtung, wie verantwortungsbewußt und rücksichtsvoll viele Paare miteinander umgehen. Die tägliche Konfrontation mit den Beschwerden erfordert von Beiden große menschliche Reife. Es ist nicht verwunderlich, wenn man an der übergroßen Aufgabe gelegentlich verzweifelt.

 Angesichts der schweren Dauerbelastung braucht die Paarbeziehung eine besondere Pflege.

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