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Beispiel für die Inhalte eines Gutachtens

Vorgeschichte:

• Beginn der Schmerzerkrankung

• Entwicklung der Beschwerden

• Art, Umfang und Erfolg der bisherigen medikamentösen, krankengymnastischen/physikalischen, stationären, rehabilitativen und psychotherapeutischen Behandlungen

• Mögliche eigene Anstrengungen oder Behandlungen durch Heilpraktiker

• Häufigkeit des Arzt oder Therapeutenwechsels

• Art, Umfang und Erfolg der gegenwärtigen Therapie (Medikamente, Krankengymnastik/Physikalische Maßnahmen, Psychotherapie usw.)

• Weitere Erkrankungen

 

Beschwerden:

Art der jetzigen Beschwerden:

1. Schmerzen

Intensität der Schmerzen (Schmerzskalen)

Ort der Schmerzen

Art der Schmerzen (brennend, bohrend, stechend, einschießend usw.)

Häufigkeit der Schmerzen

Abhängigkeit der Schmerzen von äußeren Faktoren (Witterung, Jahreszeit, Tätigkeit, vor allem Berufstätigkeit.)

2. Funktionelle Beschwerden, z.B.:

Schlafstörungen

Atembeschwerden

Herzrasen und Herzklopfen

Reizblase

Schmerzen bei der Periode

Taubheitsgefühle

Zittern

Kloßgefühl im Halsbereich

Magen-Darm-Störungen

Schwitzen, Frieren

Schwindel, Benommenheit

Ödeme

Sexuelle Störungen

3. Allgemein Leistungsfähigkeit

Abgeschlagenheit

Müdigkeit

Fehlende Erholung durch den nächtlichen Schlaf

Konzentrationsschwäche

Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit

4. Seelische Beschwerden

Depressionen

Ängste usw.

 

Auswirkungen der Beschwerden auf den Alltag

Arbeit

Tagesablauf

Haushalt

Freizeit

Hobbies

Urlaub

Autofahrten

Sport

Beziehungen

Soziale Integration

Sexualität

 

Untersuchungsbefund

Allgemeiner körperlicher Befund

Muskuloskeletärer Befund

Kraft

Bewegungseinschränkungen

Neutral-Null-Methode

Hand- und Fußsohlenbeschwielung

Hinweise auf körperliche Aktivitäten .

Muskelummantelung der Extremitäten, Trainingszustand

Anwesenheit von Tender Points

Psych. Befund

Ggf. Psychologische Tests

 

Zusatzbefunde

Labor (Ausschluss entzündlicher Erkrankungen, Hormonbestimmungen usw.)

Funktionelle Untersuchungen (Schellong, Ergometrie mit Laktatbestimmung usw. je nach Einzelfall und Möglichkeiten)

 

Diagnosen nach ICD 10

Also beispielsweise: „Fibromyalgie-Syndrom (M79.0)“

Ggf. Stellungnahme und Zusammenfassung der wichtigsten Daten und eine kritische Würdigung über deren Auswirkungen auf Beruf und Alltag.

 

Nimmt ein ärztlicher Bericht in dieser Weise Stellung, dann gibt es einem Gericht eine fundierte Grundlage für eine Entscheidung. Wenn immer möglich, sollten Arzt und Patient gemeinsam an solchen qualifizierten Berichten mitwirken, die allerdings auch deutlich mehr Anstrengung erfordern.

 

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