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Juristische Fragen

Neben der Unsicherheit wegen der Beschwerden können juristische Fragen das Leben zusätzlich erschweren

Juristische Probleme bei Fibromyalgie treten im Allgemeinen dann auf, wenn die Krankheit weit fortgeschritten und therapeutische Hilfe nicht in Sicht ist. Die Patienten sind dann hoffnungslos und enttäuscht. Man sucht die Lösung nun im Rückzug aus den Verpflichtungen, da man das Gefühl hat, „ich kann nicht mehr“. Am Anfang steht dann die Arbeitsunfähigkeit, d.h. die „Krankschreibung“. Am Ende folgt der Rentenantrag, der Ausdruck von fehlgelaufenen Therapien, frustrierten Hoffnungen und einer allgemeinen Mutlosigkeit ist.

 

Auch ein Antrag auf Behinderung ist oft Ausdruck der jahrelangen Leiden. Er soll ein Ausgleich für die jahrelange Pein sein. Zwar lindern die Prozente vom Versorgungsamt nicht die Schmerzen, vielen Patienten ist aber eine offizielle Anerkennung des Leidens wichtiger als die materiellen Vorteile, die sich daraus ergeben.

 

Leidet man so massiv, hat man dann kaum Zweifel, mit Hilfe eines medizinischen Gutachtens zum gewünschten Ziel zu gelangen. Doch in aller Regel ist dies nicht so einfach.

 

Das Hauptproblem beim Wunsch nach „Rente und Prozente“ sind die fehlenden Befunde bei der Fibromyalgie. Schmerzen, funktionelle Beschwerden und auch die Beeinträchtigung der Stimmung lassen sich nicht so einfach messen wie der Blutdruck oder Arthrosen. Dieser Widerspruch von ausgeprägten Beschwerden und unauffälligem Befund bringt Betroffene, Ärzte, Gutachter und Juristen gleichermaßen in Schwierigkeiten. Im Folgenden sollen nun die wichtigsten Begriffe und Verfahrensweisen dargestellt werden, die bei Fibromyalgie häufig zu Konflikten führen.