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Seele und Körper

Eine der zweifellos am häufigsten gestellten Fragen zur Fibromyalgie lautet: "Ist die Krankheit seelisch bedingt?" Obwohl ich darauf erst im nächsten Kapitel detailliert eingehe, möchte ich Ihnen bereits hier eine erste Information geben, da diese Frage viele Betroffene besonders beschäftigt.

 

Weltweit sind sich die führenden Forscher einig, daß die Fibromyalgie keine seelisch bedingte Erkrankung ist. Diese Tatsache ist mir sehr wichtig, da die meisten Fibromyalgie-Patienten irgendwann in ihrer Krankheitsgeschichte zu hören bekommen, sie seien überspannt, neurotisch oder bildeten sich ihre Beschwerden bloß ein. Für die betroffenen Patienten ist dies in der Regel ein schwerer Schlag. Im günstigsten Fall fühlen sie sich nur unverstanden, im schlechtesten zweifeln sie an ihrer seelischen Verfassung und fühlen sich an der Erkrankung schuldig.

 

Diese Auffassung ist sicherlich falsch! Falls Sie selbst an dieser Erkrankung leiden sollten, lassen Sie sich bitte nicht einreden, alles liege nur an Ihrer Seele. Ihre Krankheit ist schwer genug zu ertragen, und Sie müssen sich nicht noch zusätzlich mit Fehleinschätzungen belasten.

 

Andererseits heißt dies nicht, daß seelische Faktoren bei der Krankheit keine Rolle spielen würden. Eine Erkrankung, die so tief in das Alltagsleben eingreift, hat natürlich auch Folgen für die Psyche. So wie die meisten chronischen Krankheiten löst auch die Fibromyalgie häufig Bedrücktheit, Trauer oder Depressionen aus. Daraus resultierend wirkt sich das Stimmungstief wieder verschlechternd auf die Fibromyalgie aus.

 

Wir haben es also mit einem komplexen Regelkreis zu tun, an dem die seelische Verfassung - neben vielen anderen Faktoren - zwar beteiligt, jedoch nicht die alleinige Ursache der Erkrankung ist!

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