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Geschichte

Wird eine Krankheit neu beschrieben, dann wird diese Diagnose auch häufiger gestellt. Es entsteht der Eindruck, als ob innerhalb weniger Jahre immer mehr Menschen an dieser Symptomatik neu erkranken. Manchmal hört man daher,  bei FMS handele es sich um eine „Modekrankheit“. Anders ausgedrückt: Wo waren  all die Fibromyalgiepatienten, bevor es die Bezeichnung „FMS“ gab?


Natürlich handelt es sich beim Fibromyalgiesyndrom nicht um eine Modeerkrankung. Das Beschwerdebild gab es wohl zu allen Zeiten. Ob es auch in der gleichen Häufigkeit vorhanden war, lässt sich heute kaum beurteilen. Die Diagnosen lautete früher natürlich nicht „FMS“ sondern „Neurasthenie“, „Rheuma“, „Frauenleiden“ oder „Hysterie“ und „Zipperlein“.  Häufig berichten betroffene Frauen, schon Mutter und Großmutter hätten unter unklaren „rheumatischen“ Beschwerden gelitten,  sie seien „empfindlich“ gewesen.

Manche Betroffene wurden auch als „Hypochonder“ diskreditiert, da sich die Ärzte die Beschwerden nicht erklären konnten. Charly Chaplin, Charles Darwin, Thomas Mann, Winston Churchill, Woody Allen, Rainer Maria Rilke oder Immanuel Kant werden in diesem Zusammenhang immer wieder genannt. Während es bei diesen berühmten Zeitgenossen unklar ist, ob sie an FMS gelitten haben könnten, soll dies bei Florence Nightingale der Fall gewesen sein.  Ihr selbstloserer Einsatz im Krim-Krieg (1853-1856) führte schließlich zur Gründung des roten Kreuzes. Der Geburtstag der großen Frau am 12. Mai wurde daher zum Gedenktag für FMS und verwandte Erkrankungen erklärt.