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S-3 Leitlinie

Wie dargestellt, ist die Bedeutung der Tenderpoints umstritten. In der  Leitlinie zum Fibromyalgiesyndrom 2008 hat man sich in der deutschen Leitlinie  entschlossen, die Kriterien für die Diagnose zu ändern. Die beteiligten Fachleute (u.a. auch der  Autor dieses Buches) reden nun von FMS, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen (siehe  ACR-Kriterien)
  • Typische Symptome: Steifigkeits- und Schwellungsgefühl der Hände, Füße und des Gesichts, Müdigkeit, Schlafstörungen und andere vegetative und psychische Symptome.
  • 11 von 18 Tenderpoints können, aber müssen nicht vorhanden sein.
  • Falls Kontrollpunkte – die eigentlich nicht weh tun dürfen – dennoch schmerzen, schließt das ein Fibromyalgiesyndrom nicht aus.


Man spricht in diesem Zusammenhang von einer „symptombasierten“ Diagnose, da der Blick auf die Gesamtsymptomatik über die Diagnose entscheidet, was aus meiner Sicht sehr sinnvoll ist.


Aktualisierung 2011

2011 wurde die Leitlinie überarbeitet und die ACR-2010 in die deutsche Leitlinie mit integriert. 

Die Diagnose kann also sowohl nach der alten ACR (1990), nach der modifizierten Diagnose ACR (2010) oder nach der symptombasierten Diagnose gestellt werden.