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"Larvierte" (versteckte) Depression?

Das Schmerzmuster bei Depressionen unterscheidet sich deutlich von dem bei Fibromyalgie - je größer der Kreis, desto häufiger Schmerzen bei Depressionen

Da die Fibromyalgie meist mit ausgeprägten Stimmungsschwankungen einhergeht, taucht immer wieder die Frage auf, ob es sich bei der Erkrankungen vielleicht um eine spezielle Art der Depression handelt, um eine sog. "larvierte" (verkleidete) Depression. Bei dieser Form der Depression soll nicht die Verstimmung im Vordergrund stehen, sondern eine Vielfalt körperlicher Beschwerden: Kopf- und Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Herzbeschwerden und viele andere der Symptome, die Sie bereits als begleitende Beschwerden bei der Fibromyalgie kennen gelernt haben. Es ist sozusagen eine „Depression ohne Depression“.

 

Aus meiner Sicht ist es überaus zweifelhaft, ob es sinnvoll ist, diese Begriffe zu erwähnen. Viele Forscher und Kliniker lehnen den Begriff der „larvierten Depression“ ab. Ich erwähne ihn jedoch hier, da er oft im Zusammenhang mit dem Fibromyalgie Syndrom auftaucht.

 

Doch unabhängig davon, ob man den Begriff verwendet oder nicht, gibt es durchaus Überschneidungen zwischen Depression und Fibromyalgie Syndrom.

 

Dabei gibt es jedoch charakteristische Unterschiede: Die körperlichen Beschwerden bei der Depression sind meist wechselnder, diffuser und schwerer eingrenzbar, als dies bei der Fibromyalgie der Fall ist. Eindeutig ist aber vor allem eines: Bei der Depression fehlen in aller Regel die schmerzhaften "tender-points"