![]() | |
Männer sind deutlich seltener betroffen |
Wenn in den vergangenen 20 Jahren das Fibromyalgie erwähnt wurde, dann waren auch die Begriffe „rätselhaft“, „unerklärlich“ oder „mysteriös“ nicht weit. Die „diffusen“ Schmerzen und Beschwerden schienen nicht in den Rahmen der üblichen Medizin zu passen. Oft wurden die Betroffenen, bei denen kein eindeutiger organischer Befund zu erheben war, als psychisch krank bezeichnet, was sich meist nicht mit deren eigener Wahrnehmung übereinstimmte.
Vieles wurde therapeutisch versucht, das Meiste schlug fehl und so entstand auf Seiten der Ärzte, der Patienten und deren Selbsthilfeverbände viel Enttäuschung und Frustration.
Während Patienten meist erleichtert waren, mit der Diagnose „Fibromyalgie“ endlich einen Namen für ihr vielgestaltiges Leiden zu haben, löste dieses Wort in der Medizin des Öfteren Skepsis oder gar Ablehnung aus. Die Krankheit erschien vielen Ärzten „schwammig“, unklar oder als Verlegenheitsdiagnose.
Mittlerweile hat sich viel geändert. Viele der Rätsel sind sich dank weltweiter Forschung mittlerweile gelöst. Tausende von wissenschaftlichen Artikeln sind publiziert, Jahr für Jahr werden mehr veröffentlicht. Wie häufig in der Forschung dauert es jedoch geraume Zeit, bis das gesammelte Wissen Anwendung in der täglichen Praxis findet.