Bis vor kurzem richtete man sich nach einer Definition der amerikanischen Gesellschaft für Rheumatologie aus dem Jahr 1990 („ACR-Kriterien“). Diese wurden von neueren ACR-2010-Kriterien abgelöst. Da sie jedoch nach vielfach benützt werden, sollen Sie hier nochmals angeführt werden.
Vor einem Fibromyalgiesyndrom (FMS) wird gesprochen, wenn folgende Beschwerden/Symptome gemeinsam auftreten:
In der Zwischenzeit ging in der amerikanischen Gesellschaft für Rheumatologie (ACR) die Diskussion über das Fibromyalgiesyndrom weiter. Nun wurden auch hier die Tenderpoints als entscheidendes Kriterium aufgegeben. 2010 veröffentlichte Wolfe und anderen Autoren eine neue Definition, die seither als „ACR 2010“-Kriterien bezeichnet werden.
Statt der Tenderpoints sind nun die Größe der schmerzhaften Regionen und das Ausmaß der Beschwerden entscheidend. Die Größe wird einem „regionalen Schmerzindex“ erfasst, das Ausmaß der Beschwerden durch einen „Symptomschwere-Score“.
Ein Fibromyalgiesyndrom besteht wenn:
1. Ausgebreitete Schmerzen mit einem regionalen Schmerzindex von 7 oder höher bestehen und gleichzeitig die Symptomstärke mindestens 5 beträgt.
Alternativ können die Schmerzen auch weniger ausgebreitet sein (Indexwert mindestens 5) dafür jedoch heftigere Symptome vorliegen (Symptomstärke mindestens 9)
2. Die Symptome müssen in ähnlicher Stärke mindestens 3 Monate bestehen.
3. Die Beschwerden werden nicht durch eine andere Erkrankung hervorgerufen.