Intensivtherapie



Am Anfang stehen "passive" Verfahren im Vordergrund, z.B. die Behandlung von Schmerzen

Der Beginn der Behandlung muss vor allem berücksichtigen, dass jede Aktivität eine Qual und die notwendige Kraft für umfangreiche Therapien nicht vorhanden ist.

 

Wir behandeln daher eher mit passiven Maßnahmen und konzentrieren uns auf die Hauptbeschwerden wie Schlafstörungen, Schmerzen, Ödeme, Magen-Darm-Beschwerden sowie Depressivität.

 

Um den Teufelskreis der Erkrankung zu durchbrechen, führen wir intensive aber nicht überfordernde Behandlungen durch. Meist sind dies 14 Tage tägliche Behandlungen mit einer Vielzahl von Anwendungen.

 

Wenn es der Wohnort erlaubt, kommen Betroffenen von Zuhause, sonst wohnen sie in ummittelbarer Umgebung der Praxis in Appartements.


Schlafstörungen


Schlafstörungen sind eine der unangenehmsten Beschwerden bei CFS. Wir beginnen in der Regel damit zu analysieren, welche Form der Schlafstörung vorliegt.

 

Dazu geben wir unseren Patienten ein Messgerät mit (ähnlich Walkman). Über eine Elektrode, die auf die Stirn aufgebracht wird, können im Laufe einer Nacht die Hirnströme abgeleitet werden.

 

Am nächsten Morgen wird mit Hilfe eines ausgeklügelten Programms (fuzzy logic) die Aufzeichnung in ein Somnogramm vorgenommen.

 

Dies erlaubt dann Aussagen zu Schlafdauer, Schlaftiefe, Ein- und Durchschlafverhalten, Häufigkeit der Schlafstadienwechsel, nächtliche Wachphase, Arousals usw.

 

Daraus folgt dann die Planung der medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie der Schlafstörungen, wobei sogar die Nahrung einen Einfluss auf den Schlaf hat.


Schmerztherapie



infrarotkammer

Diffuse Muskel- und Gelenkschmerzen, meist in den am meisten beanspruchten Muskelgruppen, sind die zweite große Beschwerdegruppe, die wir bereits in der Anfangsphase der Therapie angehen.

 

Dagegen setzen wir - je nach Einzelfall - eine ganze Reihe von Therapieverfahren ein: Spezielle Massagen, Endermologie, Wärme- und Kältebehandlungen (insbesondere Sandliege, Infrarotkammer, Ganzköperkältetherapie), spezielle Schmerztherapie, wie Akupunktur, Neuraltherapie, TENS und natürlich medikamentöse Schmerztherapie.


Magen-Darm-Beschwerden



Anleitung zu einem Nahrungsaufbau und gesunder Ernährung ist wesentlicher Teil unseres Modells

Sehr viele Patienten leiden unter einer Reizdarm-Symtomatik. Die Behandlung dieser Beschwerden erweist sich in den meisten Fällen aus sehr hilfreich.

 

Reizdarm, das bedeutet, eine ständige Irritation der Nerven des Darmbereiches, auch als „Darmhirn“ bekannt. Auf Grund enger Verbindungen zwischen Darm und Gehirn kommt zu einem Trommelfeuer von Nervenimpulsen aus dem Bauchraum.

 

Dies führt zu einer Reizschwellensenkung nicht nur für die inneren Organe, sondern auch für Schmerzen und einer erhöhten, allgemeinen Empfindlichkeit.

 

Bereits in der Anfangsphase bauen wir daher mit unseren Patienten Schritt für Schritt die Ernährung auf, wobei wir mit einer besonderen Schonkost beginnen.

Näheres – auch sehr viele Rezepte – finden sich in einem Buch.


Ödeme



Morgens bereits sind die Finger und die Hände diffus geschwollen

Merkwürdig und vielfach als rätselhaft empfunden wird eine eigentümliche Neigung zu Schwellungen, med. Ödeme, die man auch bei CFS-Patienten häufig antrifft.

 

Morgens sind die Augen verschwollen, das Gesicht kann aufgedunsen aussehen, ein Ring geht nicht über den Finger und im Laufe des Tages werden die Beine schwer oder die Söckchen schneiden am Abend ein. Bei ausgeprägtem Ödem benötigt man im Laufe des Tages größere Schuhe.

 

Typisch ist: Je stärker die Schwellung, desto stärker die Schmerzen!

Hintergrund ist ein Problem mit dem Lymphabfluss.

 

Therapeutisch setzten wir hier auf spezielle Massageverfahren, in Verbindung mit homöopathischen Medikamenten und einer Ernährungsumstellung. Diese Kombination von Maßnahmen führt in aller Regel zu zügiger Entstauung.


Trainingsaufbau


Entscheidend für den weiteren Erfolg ist ein gestuftes Training. Wir beginnen – je nach Fall – bereits im ersten Abschnitt der Therapie mit mildem Ergometertraining. Gerne geben wir in der Anfangsphase reinen Sauerstoff über eine Maske zum einatmen, wie diese beim Spitzensport üblich ist.

 

Zuhause wird dann die Belastung stufenweise aufgebaut. Dazu geben wir unseren Patienten entweder Anleistungen oder Kassetten mit.