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Kostenerstattung

Wenig bekannt ist eine dritte Möglichkeit für gesetzlich Versicherte. 

Jeder gesetzlich Versicherte kann „Kostenerstattung“ bei seiner gesetzlichen Krankenkasse wählen. Er wird dadurch zum Privatpatienten mit besonderen Bedingungen. 

Falls Sie das tun, strecken Sie die Kosten vor, reichen die Rechnung ein und bekommen die Rechnung dann von Ihrer Krankenkasse erstattet.

Seit dem 1.1.2004 kann jeder gesetzlich Versicherte diese Form wählen. Zuvor war es auf die freiwillig Versicherten beschränkt.

 Man wählt die Kostenerstattung für jeweils ein Jahr entweder für den gesamten ambulanten oder auch noch den stationären Bereich. Danach kann man sich neu entscheiden.

Für alle Patienten, die bereits vor dem 1.1.04 die Kostenerstattung gewählt hatten gibt es eine weitere Besonderheit. Sie können die Erstattung auf einzelne Arztgruppen beschränken. Also z.B. mit dem Versichertenkärtchen zum Hausarzt und Kostenerstattung beim Spezialisten.

Bis zum 1.7.2007 gingen die Versicherten ein Risiko ein, da der Arzt einen höheren Steigerungssatz (also teurer) abrechnen konnte. Dieses Risiko ist nun begrenzt. Laut § 75 Abs. 3a SGB V sind die Vertrags- (Kassen-)Ärzte in diesem Fall verpflichtet,  höchstens zwischen dem 1,16 bis 1,8-fachen der GOÄ-Leistung abzurechnen. Falls man eine individuelle Absprache mit seinem Arzt trifft. kann man dieses Risiko weiter begrenzen. 

Genaueres bei Ihrer Versicherung oder hier.