"Larvierte Depression"

Da die Fibromyalgie meist mit ausgeprägten Stimmungsschwankungen einhergeht, taucht immer wieder die Frage auf, ob es sich bei der Erkrankungen vielleicht um eine spezielle Art der Depression handelt, um eine sog. "larvierte" (verkleidete) Depression. Bei dieser Form der Depression steht nicht die Verstimmung im Vordergrund, sondern eine Vielfalt körperlicher Beschwerden: Kopf- und Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Herzbeschwerden und viele andere der Symptome, die Sie bereits als begleitende Beschwerden bei der Fibromyalgie kennengelernt haben.

Hier ist eine Abgrenzung in der Tat schwierig. Besonders gilt dies bei Patienten, die bereits früher zu depressiven Stimmungslagen neigten und nun Zeichen einer Fibromyalgie zeigen.

Auch wenn Ähnlichkeiten unübersehbar sind und Überschneidungen möglich sind, nimmt die Mehrzahl der Fachleute an, daß sich die Fibromyalgie von der larvierte Depression unterscheidet. Die körperlichen Beschwerden bei der Depression sind meist wechselnder, diffuser und schwerer eingrenzbar, als dies bei der Fibromyalgie der Fall ist. Eindeutig ist aber vor allem eines: Bei der Depression fehlen die schmerzhaften "tender-points"

Es sei auch nicht verschwiegen, daß eine Reihe von Fachleuten der Ansicht ist, eine "larvierte Depression" gäbe es überhaupt nicht und sei ein veraltete Diagnose auf Grund einer verfehlten Einschätzung.

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