Hyaluronsäure
Nach vielen nicht verwertbaren Erkentnissen aus der Fibromyalgie-Forchung lassen Dr. Ludwig Weh, Bad Bramstedt, Befunde einer israelischen Arbeitsgruppe wieder aufhorchen, die bei gesunden Personen Hyaluronsäure-Serumspiegel von 41 + 8,7, bei Rheumatikern von 113 + 15,9 und bei Fibromyalgie Patienten von 420 + 26 ,ug/l fanden.
Diese Befunde, so der Autor, stellen wohl die eindeutigste objektivierbare Differenz zwischen gesunden Menschen und Fibromyalgie-Patienten dar. Sie: sprechen für einen zentralen biochemischen Faktor des Krankheitsgeschehens und lassen sich evtl. auch für die Diagnostik nutzen.
In erster Linie wird über vermehrte Produktion der Hyaluronsäure diskutiert, eines zentralen Bestandteils des Bindegewebes, womit sich auch die ubiquitäre Schmerzsymptomatik erklären ließe.
Steigern könnten die Produktion u. a. Wachstumsfaktoren, bindegewebsaktivierende Enzyme, Zytokine, Prostaglandin E und ionisierende Strahlen. Der erhöhte Serumspiegel gehört möglicherweise zu einer gemeinsamen pathogenetischen Endstrecke bei unterschiedlichen
auslösenden Momenten.
Weh, L. extracta orthopaedica 21, Hefi 4, S. 3, 1998
Aus Selecta S. 21 /13. v. 11.5.98 Jg. 40Hy