Speiseröhrenpilze

Pilze können aus dem Mundbereich in die Speiseröhre gelangen und dort siedeln. Im Gegensatz zur Mundhöhle gibt es dort keine normale, physiologische Flora. Dementsprechend fehlen hier die konkurrierenden Baktieren, die im Mund das Pilzwachstum hemmen.
Allerdings kann sich die Speiseröhr gegen unerwünschtes Hefewachstum wehren. Außerdem kommt diesem Teil unseres Verdauungstraktes zugute, daß er nur kurzfristig mit Nahrung in Berührung kommt. Es fehlt also eine Bedingung für ein ungestörtes Pilzwachstum: die ausreichende Nahrung. Dementsprechend sind Pilzbesiedelungen der Speiseröhre relativ selten.
Eine geschädigte Speiseröhre kann einem Pilzangriff wenig Widerstand entgegensetzen. Solche Schädigungen können unterschiedlicher Art sein. Eine relativ harmlose Beeinträchtigung ist der Rückfluß von Magensäure in die Speiseröhre, wenn der Mageneingang nicht ganz "dicht" ist. Andere Erkrankungen sind Krampfadern in der Speiseröhre, die bei schweren Lebererkrankungen vorkommen. Schließlich führen auch Beeinträchtigungen unseres Immunsystems (z.B. Blutkrebs und AIDS) zu einem vermehrten Befall dieses Organs.
Überwiegende Symptome einer Pilzerkrankung der Speiseröhre sind Schluckbeschwerden, Schmerzen hinter dem Brustbein oder Übelkeit. In schweren Fällen kann es auch zum Bluterbrechen kommen.

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