Mundpilze

Wie bereits erwähnt, haben 20% - 50% aller Menschen krank machende Hefen auf den Schleimhäuten. Viele von ihnen spüren davon nichts. Greifen die Pilze, meist Candida albicans, die Schleimhäute an, so entsteht das Krankheitsbild des "Soor". Es handelt sich um weißliche, zäh-haftende Beläge, die mit Juckreiz und Schmerzen verbunden sind. Wenn sie sich ablösen, so werden darunter hochrote, entzündete Stellen sichtbar, die das Essen zur Qual werden lassen.
Neben den üblichen Risikofaktoren gibt es im Mund noch einige Besonderheiten. Pilze siedeln sich dort gerne an, wenn die Mundhygiene nachläßt oder schwierig wird. In kariösen Zähnen sind Pilze gut geschützt und können sich ungestört vermehren . Ebenso können Zahnprothesen leicht von Pilzen besiedelt werden: Im Raum zwischen Prothese und Gaumen bilden sich die von den Pilzen so sehr geschätzten feuchten Kammern.
Die Pilzbesiedelung der Zahnprothesen ist keineswegs selten! Bis zu 50% der Prothesenträger sollen davon betroffen sein . Dabei sollen die Pilze sogar in der Lage sein, das Kunststoffmaterial selbst zu verdauen!
Beschwerden bleiben auch hier nicht aus: Juckreiz, Schmerzen und Druckgefühle, die aber meist auf einen schlecht sitzenden Zahnersatz oder auf Allergien zurückgeführt werden. Statt die Prothese auszuwechseln, sollte eher ein einfacher Pilznachweis geführt werden.
Neben den typisch weißlichen Belägen kann sich ein Candida-Befall auch ganz anders zeigen. Wenn Sie selbst einmal längere Zeit Antibiotika einnehmen mußten, haben Sie vielleicht beobachtet, wie sich Ihre Zunge verändert hat: Sie wurde glatt, rot und schmerzhaft. Dieses Phänomen ist offenbar nichts anderes als eine Pilzbesiedelung der Zunge. Auf eine entsprechende Therapie hin tritt eine Besserung ein.

 Therapie